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Kaminofen

Kaminofen

Grundinformation
Der Stahlkorpus, ein integrierter Feuerraum und ein Rauchgasrohr stellen die drei wichtigsten Hauptbestandteile eines Kaminofens dar. Meistens besitzt der Feuerraum eine feuerfeste Glastür. Durch das Rauchgasrohr gelangen die bei der Verbrennung entstandenen Abgase durch den Kamin nach außen. Als Ummantelung des Stahlkorpus empfehlen sich Materialien, welche die Wärme gut speichern können. Stahl, Chrom, Kacheln, Natur- oder Speckstein haben zum Beispiel eine Speicherzeit von ungefähr 8 Stunden und sind somit gut als Verleidung geeignet.
In der Regel kann man davon ausgehen, dass die Wärmespeicherzeit in Abhängigkeit zum Gewicht des Kaninofens steht. Ist der Ofen also schwer, so speichert er auch meistens die Wärme über einen längeren Zeitraum. Stahl stellt dabei die günstigste und zugleich auch wärmedurchlässigste Alternative dar. Ein Kaminofen mit Stahlverkleidung heizt zwar schneller auf, gibt die Wärme aber genau so schnell wieder ab. Anders ist es zum Beispiel bei Naturstein. Öfen, die eine solche Ummantelung haben, brauchen zwar länger bis sie vollständig erhitzt sind, geben aber die Wärme, nachdem das Feuer erloschen ist, auch entsprechend langsam wieder ab.

Funktionsweise
Ein Kaminofen verwendet sowohl Konvektions- als auch Strahlungswärme zur Erzeugung von Wärmeenergie. Innerhalb der Brennkammer wird das entsprechende Brennmaterial, wie beispielsweise Pellets, Briketts oder Holzscheite, verbrannt, wodurch Wärme entsteht und der Raum beheizt werden kann. Wie allgemein bekannt ist, benötigt man Sauerstoff zur Entzündung einer Flamme. Hierzu wird die Raumluft mittels Regler durch einen Kanal im Brennraum gepumpt und gelangt anschließend, nachdem sie sich erwärmt hat, durch Lüftungsschlitze als Konvektionswärme wieder hinaus. Das Rauchgasrohr sorgt dafür, dass die Verbrennungsabgase in den Schornstein geleitet werden. Andere festere Rückstände, die bei der Verbrennung entstehen, fallen dagegen durch eine Art Sieb in die Aschelade, wo sie dann per Hand beseitigt werden können.
Durch die wärmespeichernde Verkleidung des Kaminofens, ist es möglich auch nachdem die Flamme erloschen ist, den Raum per Strahlungswärme zu beheizen.

Kaminofenvarianten
Kaminöfen gibt es in verschiedenen Ausführungen. Man unterscheidet dabei solche zur Einzelraumbeheizung und solche, die wassergeführt sind und sowohl die Heizungsanlage unterstützen als auch die Warmwasseraufbereitung regeln.
Der Pellet-Kaminofen zählt zum Beispiel zur Einzelraumbeheizung. Er funktioniert wie ein herkömmlicher Holz beschickter Kaminofen, nur dass er Holzpellets anstatt Holzscheite verbrennt.
Mehr über die Pelletheizung erfahren sie hier.

Beim wasserführenden Kaminofen ist der Ofen im Heizwasserkreislauf integriert. Die Wärme wird hierbei sowohl dem Wasserkreislauf der Heizungsanlage als auch dem allgemeinen Heizkreislauf zugeführt. Das Wasser wird meistens in einem Heißwasserspeicher aufbewahrt, sodass die Wärmeenergie der Flamme auch nach dem Erlöschen bereitsteht.

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