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Holzheizung

Grundinformationen

Bei der Wärmeerzeugung mittels Holzheizung sind der Verbrennungsprozess und die Sauerstoffzufuhr von zentraler Bedeutung. Es ist wichtig, dass dabei die Zündtemperatur von 280 bis 340 Grad überschritten wird. Der Sauerstoff ist die Voraussetzung dafür, dass das Feuer überhaupt entzündet werden kann und Gase, Ruß oder Feinstaub nach draußen gelangen.

Im Allgemeinen lässt sich der Verbrennungsvorgang in drei Phasen unterteilen:

  1. In der ersten Phase findet die Verbrennung des Holzes statt, wobei das darin enthaltene Wasser verdampft wird.

  2. Nachdem eine gewisse Temperatur erreicht wurde, bildet sich anschließend ein Gasgemisch sowie Öle und Teere. Durch die Verbindung von Sauerstoff und Kohlenstoff werden nun auch die festen Bestandteile zu Kohlenstoffmonoxid.

  3. In der letzten Phase wird Sauerstoff zugeführt, wodurch die entstandenen Gasgemische mit Kohlendioxid und Wasser reagieren. Einen sichtbaren Feststoff gibt es nun nicht mehr.

Voraussetzungen

Die einzige Voraussetzung bei einer Holz-Zentralheizung besteht in der separaten Unterbringung. Genau wie bei einer Öl- und Gasheizung müssen auch hier Heizkessel, Brennstoff und Co. jeweils in einem entsprechenden Raum untergebracht werden.

Funktionsweise

Die Holzheizung gibt es in zwei verschiedenen Ausführungen. Man unterscheidet zwischen der Einzelraumbefeuerung und der Zentralbefeuerung.

Die erste Art dient zur Beheizung einzelner Räume. Dazu gehören der klassische Kamin,

Dauerbrand-, Kamin-, Kachel- oder Pelletöfen. Die Raumerwärmung geschieht über die Strahlung der Holzheizung und reicht nicht weiter als bis zum Nebenraum. Durch Lüftungsgitter lässt sich die Wärme allerdings auch in mehreren Räumen verteilen. Da eine solche Holzheizung jedoch keine automatische Zufuhr des Brennstoffes besitzt, ist der Betrieb sehr arbeitsaufwendig. Man muss immer wieder nach einer gewissen Zeit Holz nachfüllen und den Aschbehälter entleeren. Anders der Pelletofen, der wesentlich komfortabler ist, da er genau diese automatische Nachfüllregelung besitzt. Eine Einzelraumbefeuerung kommt also nur als zusätzliche Heizquelle in Frage.

brennender Kaminofen

Die Zentralbefeuerung dagegen ist eine durchaus denkbare Alternative, um das ganze Haus zu beheizen oder auch Warmwasser zu erzeugen. Dabei gibt es zwei unterschiedliche Heizkesselarten: den handbeschickten Stückholzkessel und den Holzkessel mit mechanischer Befeuerung. Letztere Variante funktioniert vollautomatisch. Eine manueller Holznachschub ist hier also nicht nötig. Um auch das Wasser erwärmen zu können, ist eine geregelte Kombination mit einem Warmwasserboiler oder einem Pufferspeicher notwendig. Sie dienen als eine Art Reservespeicher, der, sobald die Räume genügend aufgeheizt wurden, die restliche Wärme abrufbar lagern.

Der Holzvergaserkessel stellt diesbezüglich die am meisten verwendete Kesselart mit mechanischer Befeuerung dar. Beim Verbrennungsvorgang verdampft zunächst das Wasser, das sich auf der Holzoberfläche befindet. Dadurch werden Gase freigesetzt, die sich entzünden und bewirken, dass auch das Holzinnere verdampft bzw. vergast wird bis nur noch Holzkohle zu sehen ist. Durch den zugeführten Sauerstoff bleibt die Verbrennung rückstandsfrei, sodass zum Schluss einzig die Asche sichtbar ist.

Kombinationsmöglichkeiten mit anderen Heizsystemen

Solar-Holz-Kombisysteme ergänzen sich relativ gut und sorgen für günstige und umweltfreundliche Energie. Durch kürzere Brennerbetriebszeiten im Sommer schonen die Sonnenkollektoren den Heizkessel und erwärmen das Brauchwasser emissionsfrei. Somit ist ein klimaneutraler Heizkomfort garantiert. Im Winter wird dann die Holzheizung eingesetzt.

Die Kombination einer Holzheizung mit fossilen Brennstoffen ist eher aufwendig, da in der Regel zwei Kessel und zwei Schornsteine benötigt werden.

Eine Holz-Pellet-Kombi ist ebenfalls möglich, allerdings umstritten, da die Abgaswerte sehr hoch sind und beide hier zum Einsatz kommenden Brennstoffe viel Lagerplatz in Anspruch nehmen.

Im Gegensatz dazu ist die Kombination von Holzheizung und Wärmepumpe eine sinnvolle Alternative, da beide günstig und effizient arbeiten und sich gut ergänzen. Die Holzheizung kann die Luft-Wasser-Wärmepumpe zum Beispiel an kalten Wintertagen unterstützen. Ein Wasser- und ein Pufferspeicher sollte allerdings vorhanden sein.

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