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Fördermittel – Heizungsanlagen

Für die Anschaffung einer Heizungsanlage kommen in Deutschland vielfältige Fördermöglichkeiten in Betracht. Es gibt Fördermittel von der EU, vom Bund und von den Ländern. Zum Teil haben auch Kommunen eigene Förderprogramme aufgelegt. Und selbst einige Energieversorgungsunternehmen bieten spezielle Förderprogramme an. In der Regel gibt es Zuschüsse, zinsvergünstigte Kredite und/oder Boni.

So vielfältig die Förderlandschaft ist, so unterschiedlich sind auch die Kriterien, an die die Vergabe der Fördermittel geknüpft ist. Selbstverständlich spielt die Art und Größe der Anlage eine Rolle. Ausschlaggebend ist dabei noch, ob sie privat oder gewerblich genutzt wird. Auch die Frage nachdem Einsatzort ist entscheidend: Soll die Anlage in einem Bestandsgebäude oder Neubau, in einem Firmengebäude oder Privathaus eingebaut werden?

Damit wir bei dieser Vielzahl an Kriterien nicht den Überblick verlieren, versuchen wir die Auswahl nun etwas einzugrenzen und konzentrieren uns lediglich auf Privatpersonen als Investoren sowie auf Ein- bis Zweifamilienhäuser als Einsatzort.

Haus mit Geldscheinen

Attraktive Förderprogramme bieten hierbei vor allem die Kreditbank für Wiederaufbau (KfW) und das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA).

Die KfW-Bank hat verschiedene „Förderprodukte“ für Neu- und Bestandsbauten, die besonders energieeffizient sind. Das schließt auch Investitionen in eine spätere Sanierung mit ein. Zu aller meist handelt es sich um zinsvergünstigte Kredite. Es gibt aber auch Zuschüsse. Welches „Förderprodukt“ Ihnen konkret bei Ihrem Vorhaben zur Auswahl steht, erfahren Sie hier. Vermittelt werden diese über Ihre Hausbank.

Allerdings sollte man hierbei beachten, dass die Förderung oft an gewisse Voraussetzungen geknüpft ist.

Handelt es sich zum Beispiel um ein Bestandsgebäude, so muss es im oder vor dem Jahr 1995 errichtet worden sein. Des weiteren muss die Antragstellung bereits vor Beginn der Sanierungsmaßnahme durch einen Energieberater gestellt werden. Eine Förderung ist außerdem nur dann möglich, wenn ein Brennwertgerät eingebaut wird (nicht bei BHKWs und Fernwärmeanschlüssen). Und zuletzt muss ein hydraulischer Abgleich durchgeführt werden.

Die BAFA kommt nur dann in Frage, wenn es um die Kombination einer Heizungsanlage mit regenerativen Energien geht. Anders als bei der KfW-Förderung wird die Förderung hier erst nach dem Einbau der Heizungsanlage beantragt, wobei das Gebäude nicht nach 2009 errichtet worden sein darf. Für gewöhnlich zielen die Förderprogramme eher auf Bestandsimmobilien ab, unter „Innovationsförderung“ gibt es aber auch einige Möglichkeiten für Neubauten. Beantragt werden können diese Fördermittel hier.

Zusätzlich dazu besteht die Möglichkeit weitere Bonus-Förderungen (regenerativer Kombinationsbonus, Effizienzbonus. Wärmenetzbonus und Kesseltauschbonus) zu beantragen.

Auch das Land NRW hält Förderinstrumente zur Energiepolitik bereit. Sie sind gebündelt in dem Programm progres.nrw. Das Angebot für Privatleute erstreckt sich auf Zuschüsse. Sie können bei der Bezirksregierung Arnsberg beantragt werden (siehe hier). Daneben gibt es Beratungsangebote (siehe hier).

Ein besonders interessantes Beratungstool bietet in diesem Rahmen die EnergieAgentur.NRW als Dienstleister des Landes NRW für alle Energiefragen mit dem sogenannten Förder-Navi. Hier finden Sie zum Thema Erneuerbare Energien mit wenigen Klicks eine Zusammenstellung sämtlicher Fördermittel (inkl. Programmen von Energieversorgern), die für die von Ihnen geplante Maßnahme in Frage kommen.

Wer sich ausschließlich für die Fördermöglichkeiten bei solarthermischen Anlagen interessiert, wird bei der Fördermitteldatenbank von Paradigma fündig.

Selbstverständlich steht Ihnen auch die Peter Kaspar Meisterbetrieb GmbH bei diesem komplexen Thema für ein Beratungsgespräch gerne zur Verfügung.

Hier noch einige erwähnenswerte Besonderheiten zur Förderung von Heizungsanlagen:

Nachtspeicherheizungen und Elektroheizungen werden nicht gefördert. Allerdings erhält man für ihren Ausbau bzw. ihre Abschaffung eine Förderung, da beide Heizungsarten unwirtschaftlich und nicht klimaschonend Wärme erzeugen.

Bei einer Beantragung von Fördermitteln für ein BHKW greift das KWK Gesetz, das „Gesetz für die Erhaltung, die Modernisierung und den Ausbau der Kraft-Wärme-Kopplung“. Nach diesem Gesetz erhält jeder Betreiber eines solchen Heizkraftwerks einen Zuschlag vom jeweiligen Netzbetreiber, sofern er das BHKW vorher beim BAFA zugelassen und einen entsprechenden Antrag ausgefüllt hat. Der Zuschlag wird in den ersten zehn Jahren gezahlt. Alternativ kann man sich auch für eine einmalige Pauschale von 30 000 Euro entscheiden. Diese ist jedoch abhängig von den Kosten der Modernisierung.

Die Zuschlagshöhe für den eingespeisten Strom nach dem KWK-Gesetz erfahren sie hier.

Interessant bei dem Einbau eines BHKWs sind auch die steuerrechtlichen Vorteile. Sofern man den Antrag stellt, bekommt man die Energiesteuer zurückerstattet. Voraussetzung: Nachweis eines Monats- oder Jahresnutzungsgrad des BHKWs von 70 Prozent. Das heißt, auch bei einer Kombination mit anderen Heizungsanlagen, muss das BHKW der hauptsächliche Wärmeerzeuger sein. Ein Nachteil hierbei ist, dass sobald man Strom ins öffentliche Netz einspeist als Unternehmer gilt uns somit Umsatzsteuer zahlen muss.

Das Mini-KWK-Gesetz, eingeführt vom Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit (BMUB), ist eine weitere Richtlinie, die bestimmte Förderkonditionen für BHKW mit einer elektrischen Leistung von maximal 20 kW anbietet.

Es wurde ein Investitionszuschuss beschlossen, der sich nach der Höhe der elektrischen Leistung des BHKW richtet.

Es ist auch möglich, neben einer Basisförderung auch eine Bonusförderung zu beantragen. Die Höhe dieses Zuschusses hängt ebenfalls von der elektrischen Leistung der Mini-KWK-Anlage ab.

Die genannten Informationen zu den verschiedenen Fördermitteln stellen natürlich nur einen groben Überblick dar. Der Dschungel an Möglichkeiten ist im Vergleich dazu riesig und von Fall zu Fall unterschiedlich. Gerne entwirft Ihnen die Peter Kasper GmbH ein individuell zugeschnittenes Förderkonzept und berät Sie in allen Fragen bezüglich der möglichen Förderprogramme.

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