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Blockheizkraftwerk

Grundinformationen

Ein Blockheizkraftwerk (BHKW) produziert sowohl elektrische als auch thermische Energie. Der Vorteil dabei ist, dass dies viel weniger Verluste verursacht als getrennt laufende Systeme. Blockheizkraftwerke bedienen sich der Kraft-Wärme-Kopplung. Wenn in Kraftwerken Strom erzeugt wird, geht die dadurch entstandene Wärme verloren. Nutzt man jedoch diese Wärme beispielsweise für die maschinelle Produktion in größeren Fabriken, handelt es sich um ein Heizkraftwerk. Der Name „Blockheizkraftwerk“ entstand durch die Optik dieses Heizungssystems. Die Bestandteile sind nämlich so zusammengefügt worden, dass das Erscheinungsbild an einen Würfelblock erinnert.

Blockheizkraftwerk

Oft werden Blockheizkraftwerke in größeren Gebäuden, wie zum Beispiel Krankenhäuser, Hotelanlagen oder Industriebetriebe, eingesetzt. Seit der Möglichkeit, den erzeugten Strom auch ins öffentliche Netz einzuspeisen, kommen sie allerdings auch für Privatpersonen in Frage. Ein separater Heizraum muss je nach Ausführungsgröße allerdings vorhanden sein.

Voraussetzungen

Ein Nano- oder ein Mini-BHKW benötigt zwar nicht viel Platz, aber trotzdem sollte ein Heizraum mit entsprechender Schalldämmung vorhanden sein.

Da bei einem BHKW in der Regel Emissionen entstehen, muss eine geeignete Abgasleitung existieren, damit die Abgase abgeführt werden können. Falls zusätzliche Warmwasserspeicher bzw. Pufferspeicher notwendig sind, sollte der entsprechende Platzbedarf hierfür ebenfalls eingeplant werden.

Funktionsweise

Eines der Hauptbestandteile des BHKWs ist der Generator, welcher durch einen Motor betrieben wird und Strom produziert. Man nutzt dabei entweder einen Otto-, Diesel-, Gas- oder Stirlingmotor. Gasturbinen, Dampfmaschinen und Brennstoffzellen können ebenfalls verwendet werden. Das Gehäuse, in dem sich die beiden Module befinden, ist schallgedämmt. Durch die Tatsache, dass die Stromerzeugung auch Wärme produziert, werden Wärmetauscher eingesetzt, die diese Wärme aufnehmen und an das Heiz- und Trinkwasser abgeben.

Das BHKW gibt es in verschiedenen Größen und dementsprechend auch Leistungsklassen*. Man unterscheidet zwischen Nano-, Mikro-, Mini- und Groß-BHKW. Hinsichtlich des Brennstoffes gibt es ebenfalls verschiedene mögliche Arten, die eingesetzt werden können, wobei dies aber auch vom Motortyp abhängig ist. Der Brennstoff kann flüssig oder fest oder gasförmig sein. Diesel, Heizöl, Erdgas, Flüssiggas, Biogas, Pflanzenöle, Holzpellets oder Methanol werden dabei am häufigsten genutzt.

Auch bei diesem Heizungssystem sind manchmal Pufferspeicher nötig, in denen die überschüssige Wärme gespeichert werden kann und auf Abruf zur Verfügung steht.

*Leistungsgrößen

  • unter 2 Kilowatt: Nano-BHKW (Ein- oder Mehrfamilienhaus)

  • 2-15 Kilowatt: Mikro-BHKW (Ein- oder Mehrfamilienhaus)

  • 15-50 Kilowatt: Mini-BHKW (kleineren Betriebe, Wohnblocks, Schwimmbäder, Schulen, Kindergärten, Hotels, Krankenhäuser, Brauereien usw.)

  • über 50 Kilowatt: Groß-BHKW (Industrieunternehmen oder Großbetriebe)

Kombinationsmöglichkeiten mit anderen Heizsystemen

Es besteht die Möglichkeit, ein BHKW mit einer Solaranlage zu kombinieren. Hierzu wird ein gemeinsamer Speicher genutzt, wobei das BHKW als Voraussetzung dafür lange Laufzeiten (im Hinblick auf das Jahr) haben muss, damit es wirklich effektiv ist. Dies ist nicht der Fall, wenn die Solarthermieanlage genügend Wärme erzeugt. Denn dann wird das BHKW gezwungen, in eine Art ineffektiven Standby-Modus zu fahren.

Die Peter Kaspar GmbH berät Sie gerne hinsichtlich der Frage, ob ein kombinierter Betrieb sinnvoll ist, und wenn ja, wie dieser optimiert werden kann.

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