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Bauliche Voraussetzungen

Das Herz einer Solaranlage schlägt gebäudetechnisch auf dem Dach. Denn nur da kann man naturgemäß die Sonne einfangen. Schrägdach ist besser, Flachdach geht mit Aufständerung auch, und selbst die Fassade ist eine Option (siehe hier).Egal wie es ist, eine Solaranlage hat eine Raumforderung. Das heißt: Man braucht Platz, zumindest oberhalb. Der Raumbedarf innerhalb eines Gebäudes ist aber vergleichsweise mit ca. 4 m² sehr gering.

Eine Photovoltaikanlage mit einer Leistung von 1 kWp (Spitzenleistung der Anlage) benötigt etwa 8-10m² Fläche und liefert etwa 900 kWh Strom (abhängig von Ausrichtung und Neigungswinkel) pro Jahr. Die Größe einer Photovoltaikanlage sollte mind. ca. 3 kWp (wegen des KfW-Kredits) sein, darf aber auch die gesamte Dachfläche bedecken.

Bei der Warmwasseraufbereitung sind in einem Einfamilienhaus beispielsweise 7 m² Kollektorfläche für die Warmwasserbereitung notwendig. Bei zusätzlicher Heizungsunterstützung braucht man mehr. Eine durchschnittliche thermische Solaranlage weist 10 – 15 m ² Kollektorfläche auf.

Darüber hinaus gibt es weitere bauliche Voraussetzungen:

Photovoltaikanlage

Photovoltaikanlage auf dem Dach

  • Photovoltaik ist grundsätzlich auf Schrägdächern, Flachdächern und an Fassaden möglich. Bei Flachdächern ist eine Aufständerung notwendig. Ausrichtung von Schrägdächern: Süd optimal, Abweichungen bis Ost oder West sind möglich, Dächer mit nördlicher Ausrichtung sind ungeeignet.
  • Neigung von Schrägdächern: 25° bis 30° optimal, größere Abweichungen können durch Montagesysteme ausgeglichen werden (bei Flachdächern kann die Anlage frei zur Sonne ausgerichtet werden).
  • Dachfläche muss frei von Schattenwurf umliegender Gebäude, Bäume, Schornsteine etc. sein. Wichtig hierbei: Die Dachfläche bleibt verschattungsfrei über die gesamte Laufzeit von 20 Jahren.
  • Ist eine ausreichende Dachlastreserve gegeben (mind. 25kg / m² unabhängig von der jeweiligen Schnee- und Windlastzone)? 
  • Dächer müssen für den Bau einer Photovoltaikanlage frei von Asbest sein.
  • Für den Anschluss der Anlage ans öffentliche Netz müssen Solarkabel vom Dach in den Keller gezogen werden. Ist kein Schornstein mit freiem Zug vorhanden, werden Wanddurchbrüche im Haus erforderlich. 
  • Photovoltaikanlagen größer als 30 kWp speisen den erzeugten Strom nicht über den Hausanschluss ein, sondern über einen Einspeisepunkt, den der örtliche Netzbetreiber zuweist. Hierbei kann es passieren, dass Solarkabel auf benachbarten Grundstücken verlegt werden müssen.
  • Baugenehmigung bei Denkmalschutz.

Solarthermische Anlage

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  • Solarthermie ist ebenfalls grundsätzlich auf Schrägdächern und Flachdächern möglich. An Fassaden allerdings nicht. Bei Flachdächern ist genauso eine Aufständerung möglich.
  • Ausrichtung von Schrägdächern: Süd optimal, Abweichungen bis Ost oder West sind möglich, Dächer mit nördlicher Ausrichtung sind ungeeignet.
  • Neigung von Schrägdächern je nach Anwendungsbereich: Warmwasser 30° – 50 °; Heizung 45°– 70°.
  • Die Dachfläche muss frei von Schattenwurf umliegender Gebäude, Bäume, Schornsteine etc. sein. Wichtig hierbei, dass die Dachfläche verschattungsfrei bleibt über die gesamte Laufzeit von 20 Jahren.  
  • Ist eine ausreichende Dachlastreserve gegeben (mind. 25kg / m² unabhängig von der jeweiligen Schnee- und Windlastzone)? 
  • Für das Aqua-System von Paradigma müssen Wasserleitungen vom Dach zu den Wärmespeichern gezogen werden. Unter Umständen sind Wanddurchbrüche notwendig.
  • Baugenehmigung bei Denkmalschutz.

Die hiesige Auflistung bietet lediglich einen ersten Überblick. Ob und inwieweit Ihr Dach für welche Art von Solaranlage wirklich geeignet ist, lässt sich zuverlässig und seriös nur im Rahmen einer Ortsbesichtigung klären. Hierfür sowie zur weiteren Beratung steht Ihnen die Peter Kaspar Meisterbetrieb GmbH als System-Partner von Paradigma gerne zur Verfügung.

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